Swing Girls
Es sind Sommerferien, aber ein zusammen gewürfelter Haufen an Mädchen muss trotzdem in die Schule und an einem Nachhilfe Kurs in Mathe teilnehmen. Langeweile pur, irgendwie scheint sich nämlich keiner so wirklich für den Vortrag des Mathelehrers zu interessieren. Tomoko z. B. guckt lieber verträumt aus dem Fenster. Dabei fällt ihr auf, dass die Lunches für die Blasskapelle der Schule zu spät geliefert wurden. Die komplette Band ist bereits vorher mit dem Bus zum Baseballspiel der Schulmannschaft losgefahren, als der Lieferant mit dem Lunchboxen in der Schule angekommen ist. Tomoko hat sofort eine super Idee, bei der die andern sie natürlich gleich unterstützen. Sie könnten doch die Lunchboxen der Blasskapelle hinterher bringen. Der ebenfalls gelangweilte Mathelehrer willigt ein und lässt die Mädchen losziehen. Schließlich brauchen die Mitglieder der Kapelle ihr Essen um auch die vernünftig das Baseball Team anfeuern zu können. Auf der anschließenden Zugfahrt bekommt Tomoko Hunger und nimmt sich einfach mal eine der Lunchboxen, das bleibt nicht unbeobachtet und schnell ist diese mit Hilfe leer. Da natürlich der Mathekurs schon anstrengend genug war, nutzen alle die Fahrtzeit um einen Mittagsschlaf zu machen. Doch zu spät merken sie danach, dass sie ihre Haltestelle verpasst haben.
Nur, der nächste Zug zurück fährt erst in einer Stunde, also gehen sie stattdessen zu Fuß die Gleise entlang zurück. Als dann unerwartet doch ein Zug kommt, sind sie gezwungen in die umliegenden Reisfelder in Sicherheit springen. Das Essen fällt dabei dummerweise aus den Lunchboxen in den Dreck, aber halb so wild, schnell alles wieder zurückgepackt und niemand sollte hinterher was merken. Als sie dann endlich irgendwann beim Spiel angekommen sind, stürzen sich die Mitglieder der Kapelle sofort auf die Lunchboxen. Nur Nakamura bekommt als einziger keins mehr ab, da die Girls ja schon eins gegessen hatten. Doch kurze Zeit später wird allen außer ihm aus der Kapelle ganz schlecht und müssen schließlich wegen Übelkeit und Bauchschmerzen müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Mögliche Ursache: Eine Lebensmittelvergiftung.
Da jetzt keine Kapelle mehr da ist, die in den Baseballspielen die Schulmannschaft anfeuern könnte, versucht Nakamura – der ja als einziger nicht davon betroffen – ist eine Ersatzkapelle aufzubauen. Doch das wird schwieriger als erwartet. Ein Mädchen die Blockflöte spielen kann und 2 Mädchen deren Punkrockband sich aufgelöst hat kommen mit ihren E-Gitarren zum Ersatzband Casting. Blockflöte, E-Gitarren… keines dieser Instrumente kommen in einer normalen Blaskapelle vor. Nakamura kommt aber eine Idee. Schließlich sind ja die Mädchen aus dem Mathe-Nachhilfe Kurs an allem Schuld. Also versucht er sie zu überreden die Ersatz Kapelle zu werden. Diese freuen sich erstmal nur dadurch den Mathekurs schwänzen zu können und willigen ein. Aber weil immer noch die beiden Mädchen mit der E-Gitarre in die band wollen, hat er noch eine Idee, statt normale Blassmusik möchte er eine Big Jazz Band aufbauen. Zumal für eine normale Blasskapelle auch viel mehr Leute nötig währen.
Aber aller Anfang ist schwer. Anfangs schafft niemand überhaupt nur ein Ton aus einer Trompete oder einem Saxophon zu bekommen. Also gibt’s erstmal Ausdauer und Blastraining. Doch schnell sind alle demotiviert. Der Vorschritt will nicht wirklich kommen, erst als Sekiguchi es als einzige schafft, ein paar Töne aus einer Trompete zu bekommen, spüren die anderen auch endlich die Motivation das auch zu schaffen. Doch gerade als sie es das erstmal geschafft haben ein song gerade so fertig zu spielen, kommt die alte Blaskapelle wieder zurück….
Irgendwie haben aber alle angefangen Spaß an der Sache zu haben. Wieder aufzuhören fällt ihnen also gar nicht so leicht wie sie zuerst dachten. Besonders Tomoko vermisst das Musik machen sehr. Also beschließt sie sich ein Saxohphn zu kaufen. Da neue zu teuer sind geht sie in einen Gebrauchtwarenladen, verkauft einfach ihren PC und die Playstation 2 ihrer Schwester um sich ein gebrauchtes leisten zu können. Durch Zufall trifft sie kurze zeit später mit dem Saxophon in der hand auf Nakamura der gerade mit seinem neu gekauften Keyboard übt. In der Schule treffen sich darauf all wieder und beschließen selber eine eigene Band zu gründen. Anfangs nur zu fünft, und später sogar mit dem kompletten Kurs…
Um sich jedoch für alle Instrumente leisten zu können müssen sie erstmal dafür arbeiten. Der Job im Supermarkt geht ziemlich schief und der Großteil der band hat keine lust mehr und gibt auf. Nur noch Person, A, Nakamuri, Person B, Sekiguchi und Person C machen weiter. Ihr neuer Job besteht aus Pilzen im Wald suchen. Doch dummerweise laufen sie genau in dem wald einem entlaufenen Wildschwein über den Weg. Mehr durch Zufall schaffen sie es zu bewältigen und sie bekommen eine Belohnung dafür ausgezahlt. Endlich können sie sich die nötigen Instrumente kaufen und eine eigene Jazz Band gründen…
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Swing Girls ist über weite Teile wirklich lustig geworden. Viele kleine Gags lockern die interessante Story auf. Nach und nach schaffen sie es immer besser zu werden. Der Film erzählt wie die Band ganz von Null anfängt um am Ende sogar einen richtigen Gig zu haben. Ihr Mathe Lehrer und Jazz Freak versucht so z.B. später ihnen den Jazz beizubringen, wobei er selbst kein bisschen spielen kann und in seinem Saxhophon Kurs als Problemfall gilt. Aber schließlich sammelt er ja schon seit Jahren Jazz Schallplatten, also kein Problem den Lehrer zu spielen. Trotzdem schafft gerade er es sie immer wieder zu motivieren und zu unterstützen bis zu ihrem Großen Auftritt am Ende. Die Musik ist aber soweit auch der größte Kritikpunkt an Swing Girls. Wer Jazz nicht mag wird es wohl auch in Swing Girls nicht mögen. Mit der Zeit fängt die wirklich auch ein bisschen sehr zu nerven an. Lediglich als sie ganz am Ende den opening song aus dem Sega Game Space Channel 5 spielen, wird’s doch noch ganz cool. Swing Girls ist insgesamt gesehen eine wirklich liebevoll gemachte Komödie, ein bisschen naiv, dafür aber echt nett gemacht.
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